Klingt eklig, ich weiß.Stinkt auch entsetzlich. Trotzdem kann ich euch diese braune Suppe sehr ans Herz legen. Sie ist ein wunderbarer, erdölfreier Bio-Dünger, den man sich kostenlos ganz einfach selbst herstellen kann. Hier macht man sich eine Eigenschaft der Brennnessel zu Nutzen: Da sie hauptsächlich an Stellen mit viel Stickstoff im Boden vorkommt, reichert sie auch in ihren Blättern viel Stickstoff an. Genau den können wir gut als Nahrung für unsere Pflanzen brauchen. Doch wie bekommt man den Stickstoff aus der Brennnessel raus?
Dazu sammelt ihr zuerst Brennnesselblätter. (Das dürfte keine allzu großen Probleme bereiten. ;-) ) Diese stopft ihr in ein verschließbares Gefäß. Ich nehm dazu immer alte Schraubdeckelgläser oder Vergleichbares, für ein paar Kästen und Kübel braucht man ja auch nicht viel. Wenn ihr gründlich seid, zerkleinert ihr die Blätter auch noch. Jetzt füllt ihr das Gefäß mit Wasser. (Wenn ihr eine Suchmaschine eurer Wahl bemüht, findet ihr Mischungsverhältnisse von Blättern und Wasser. Ich bin für sowas viel zu chaotisch.) Deckel drauf und ein paar Wochen stehen lassen, regelmäßig schütteln, ab und zu lüften. Die Brennnesseljauche ist fertig, wenn sich (so gut wie) kein Schaum mehr bildet. Jetzt siebt ihr die Flüssigkeit ab und schüttet ab und zu ein wenig (!) davon ins Gießwasser. (Auch dazu findet ihr Mischungsverhältnisse im Netz...)
Hier seht ihr meinen neuen Ansatz und den Jauche-Rest vom letzten Jahr.
Das Zeug soll auch ein gutes Mittel gegen Blattläuse sein, das habe ich allerdings noch nicht ausprobiert.
Mittwoch, 16. Mai 2012
Mittwoch, 9. Mai 2012
Umgezogen...
... ist heute meine erste Tomatenpflanze. (Also von denen, die ich behalten will. Einige ihrer Kameraden habe ich bereits in liebevolle Hände weitergegeben.) Die restlichen kommen in den nächsten Tagen auch noch raus, der limitierende Faktor beim Umtopfen ist ja immer die Erde. ;-)
Sie teilt sich ihren Topf mit Feldsalat, den ich in einem Anfall von Wahn bereits im Januar wegen der ausbleibenden Kälte gesät habe. Die nicht erwartete Kältewelle im Februar haben die Samen augenscheinlich gut geschlafen und danach gings dann los mit dem Wachsen.
Ich bin ja der festen Überzeugung, dass die Eisheiligen dieses Jahr ein wenig zu früh dran waren und es jetzt nicht mehr richtig kalt wird.
Die Karotten (Sorte "Pariser Markt") sind jetzt so groß:
Die hab ich auch schon im Januar gesät, selbe Geschichte wie beim Feldsalat.
Was bisher noch (zumindest nachts) drinnen auf der Fensterbank steht, sind kleine Einlege-Gurken:
Die Sorte ("Balkonfreude", aus Bio-Anbau) ist extra für Pflanzgefäße gezüchtet worden und mein erstes Gurken-Experiment. Angeschlossen daran wird (hoffentlich) im Sommer mein erstes Gurken-Einlege-Experiment statt finden. Wie man das macht, muss ich mir noch anlesen. Ich finde es schade, dass meine Generation Dinge, die in der Generation unserer Großeltern alltäglich waren, gar nicht mehr weiß. Dabei finde ich Vorräte anlegen so sinnvoll. Also, auf zum eigenen Gurkenglas!
Sie teilt sich ihren Topf mit Feldsalat, den ich in einem Anfall von Wahn bereits im Januar wegen der ausbleibenden Kälte gesät habe. Die nicht erwartete Kältewelle im Februar haben die Samen augenscheinlich gut geschlafen und danach gings dann los mit dem Wachsen.
Ich bin ja der festen Überzeugung, dass die Eisheiligen dieses Jahr ein wenig zu früh dran waren und es jetzt nicht mehr richtig kalt wird.
Die Karotten (Sorte "Pariser Markt") sind jetzt so groß:
Die hab ich auch schon im Januar gesät, selbe Geschichte wie beim Feldsalat.
Was bisher noch (zumindest nachts) drinnen auf der Fensterbank steht, sind kleine Einlege-Gurken:
Die Sorte ("Balkonfreude", aus Bio-Anbau) ist extra für Pflanzgefäße gezüchtet worden und mein erstes Gurken-Experiment. Angeschlossen daran wird (hoffentlich) im Sommer mein erstes Gurken-Einlege-Experiment statt finden. Wie man das macht, muss ich mir noch anlesen. Ich finde es schade, dass meine Generation Dinge, die in der Generation unserer Großeltern alltäglich waren, gar nicht mehr weiß. Dabei finde ich Vorräte anlegen so sinnvoll. Also, auf zum eigenen Gurkenglas!
Freitag, 4. Mai 2012
Pflanze nie...
...vor der kalten Sophie!
Die Heiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie haben ihre Namenstage vom 11. bis 15. Mai. Sie werden auch als "Eisheilige" bezeichnet, da es um diese Zeit des Jahres meist noch mal richtig kalt wird. Deshalb soll man frostempfindliche Pflanzen erst nach der "kalten Sophie" dauerhaft raus pflanzen/stellen. Die Eisheiligen scheinen dieses Jahr ein wenig früher dran zu sein, der Wetterbericht sagt kühlere Temperaturen für das Wochenende vorraus und gerade im Radio habe ich sogar etwas von Bodenfrostgefahr gehört. Also checkt euren örtlichen Wetterbericht und holt eure Tomaten, Paprikas, Chilis, Kartoffeln, Gurken und alles, was nicht gern friert, gegebenfalls über Nacht rein! Draußen bleiben können Radieschen, Karotten, Feldsalat und Co.
Die Heiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie haben ihre Namenstage vom 11. bis 15. Mai. Sie werden auch als "Eisheilige" bezeichnet, da es um diese Zeit des Jahres meist noch mal richtig kalt wird. Deshalb soll man frostempfindliche Pflanzen erst nach der "kalten Sophie" dauerhaft raus pflanzen/stellen. Die Eisheiligen scheinen dieses Jahr ein wenig früher dran zu sein, der Wetterbericht sagt kühlere Temperaturen für das Wochenende vorraus und gerade im Radio habe ich sogar etwas von Bodenfrostgefahr gehört. Also checkt euren örtlichen Wetterbericht und holt eure Tomaten, Paprikas, Chilis, Kartoffeln, Gurken und alles, was nicht gern friert, gegebenfalls über Nacht rein! Draußen bleiben können Radieschen, Karotten, Feldsalat und Co.
Dienstag, 1. Mai 2012
Mittwoch, 25. April 2012
Voll im Eimer
So langsam kann man sich daran wagen, Kartoffeln zu setzen. Das funktioniert auch im Kleinen, ohne dass man den ganzen Balkon mit Erde aufschütten muss. Man braucht nur ein ausreichend großes Pflanzgefäß, zum Beispiel einen handelsüblichen Eimer. (Wichtig: Unten Löcher rein machen, damit sich keine Staunässe drin bilden kann!) Wenn ihr den habt, fehlt euch noch eine Kartoffel. Es gibt im Fachhandel extra Setzkartoffeln zu kaufen. Die sind, im Gegensatz zu dem konventionellen Speisekartoffeln im Supermarkt, nicht gegen Auskeimen behandelt (logisch, das will man ja gerade bei Knollen, die man einbuddelt, aber nicht bei denen im Vorratsschrank). Ebenfalls nicht behandelt sind Bio-Speisekartoffeln in Demeter-Qualität. Guckt einfach mal auf dem Wochenenmarkt! (Da kann man Gemüse ja auch meist einzeln, also in kleinen Mengen kaufen.) Nun sucht ihr euch eure Lieblingskartoffel aus und legt sie auf die Fensterbank, bis sie auskeimt. Das müsst ihr allerdings nicht machen wenn ihr ungeduldig seid, ihr könnt auch ganz frische Kartoffeln einbuddeln, die keimen dann in der Erde aus.
Jetzt kommt meine Handbreit-Regel zum Einsatz:
Ihr füllt in den Eimer (oder in den Blumenkübel) eine handbreit Erde. Darauf legt ihr eure Kartoffel.
Jetzt füllt ihr vorsichtig wieder eine handbreit Erde auf. Angießen, fertig. Es ist vollkommen richtig, dass das Gefäß nicht ganz voll ist. Nach zwei bis drei Wochen sollten die ersten Blätter zu sehen sein. Ihr wartet, bis die Sproßachsen, na, wie hoch sind? Richtig, ne Hand breit. Dann füllt ihr soviel Erde auf, bis nur noch die obersten Blattspitzen aus der Erde gucken.Das regt die Pflanze an, noch höher zu wachsen, bis ihr sie wieder zuschüttet. Das macht ihr, bis das Gefäß voll ist. Das hat den Sinn, dass die unterirdische Sproßachse der Kartoffel sehr lang wird, sie also viel Platz hat, um Tochterknollen zu bilden. Das wird in der kommerziellen Landwirtschaft auch gemacht und nennt sich "anhäufeln". Dazu werden per Maschine kleine Wälle auf die Kartoffelreihen aufgeschichtet.
Tipp: Der Vorteil von Pflanzgefäßen ist, dass man sie in sehr kalten Nächten reinholen kann. Also achtet bis zu den Eisheiligen (Mitte Mai) auf die Temperaturen!
Wir haben dieses Jahr drei blaue Kartoffelsorten gesetzt. Weil meine Mitbewohnerin blaue Kartoffeln lustig findet. Demnächst also mehr von der Blauen Anneliese, dem Blauen Schweden und Violetta!
Jetzt kommt meine Handbreit-Regel zum Einsatz:
Ihr füllt in den Eimer (oder in den Blumenkübel) eine handbreit Erde. Darauf legt ihr eure Kartoffel.
Jetzt füllt ihr vorsichtig wieder eine handbreit Erde auf. Angießen, fertig. Es ist vollkommen richtig, dass das Gefäß nicht ganz voll ist. Nach zwei bis drei Wochen sollten die ersten Blätter zu sehen sein. Ihr wartet, bis die Sproßachsen, na, wie hoch sind? Richtig, ne Hand breit. Dann füllt ihr soviel Erde auf, bis nur noch die obersten Blattspitzen aus der Erde gucken.Das regt die Pflanze an, noch höher zu wachsen, bis ihr sie wieder zuschüttet. Das macht ihr, bis das Gefäß voll ist. Das hat den Sinn, dass die unterirdische Sproßachse der Kartoffel sehr lang wird, sie also viel Platz hat, um Tochterknollen zu bilden. Das wird in der kommerziellen Landwirtschaft auch gemacht und nennt sich "anhäufeln". Dazu werden per Maschine kleine Wälle auf die Kartoffelreihen aufgeschichtet.
Tipp: Der Vorteil von Pflanzgefäßen ist, dass man sie in sehr kalten Nächten reinholen kann. Also achtet bis zu den Eisheiligen (Mitte Mai) auf die Temperaturen!
Wir haben dieses Jahr drei blaue Kartoffelsorten gesetzt. Weil meine Mitbewohnerin blaue Kartoffeln lustig findet. Demnächst also mehr von der Blauen Anneliese, dem Blauen Schweden und Violetta!
Sonntag, 15. April 2012
Das Schöne und das Essbare
Und dann blüht zur Zeit auch meine Aurikel:
Aurikeln gehören zu meinen absoluten Lieblings-Blumen. Die hier hab ich seit zwei oder drei Jahren. Ich hätt so gern eine zweite (und eine dritte,...), am liebsten zweifarbig, bin aber bisher nicht fündig geworden. Mal schauen, was die nächsten Garten-Märkte so bringen.
Die südseitige Terrasse gehört zur Zeit den Pflanzen zum Essen. Hier wachsen schon Feldsalat, Rucola und Karotten. Und seit neusten auch die hier:
Hallo kleine Radieschen!
Ich finde, das hinterste Pflänzchen sieht aus, als ob es seinen Mund aufreißt. Zum singen. Oder zum Bäuerchen machen. Man weiß es nicht.
Mittwoch, 11. April 2012
Weg vom Fenster!
Und ab nach draußen in die Sonne!
Heute konnten meine Pflänzchen nach einer langen grauen trüben Zeit den Nachmittag mal wieder auf dem Sonnendeck verbringen. Die Tomaten sind schon ganz schön groß geworden, genauso wie die Schwarzäugigen Susannen. Die Löwenmäulchen wachsen wie immer langsam und die erst letzte Woche gesäten Sonnenblumen sind schon einige Zentimeter groß.
heute gesät: Einlege-Gurken und Kapuzinerkresse
noch auf der To-Sow-Liste für die nächsten Tage: Karotten und Ringelblumen
Heute konnten meine Pflänzchen nach einer langen grauen trüben Zeit den Nachmittag mal wieder auf dem Sonnendeck verbringen. Die Tomaten sind schon ganz schön groß geworden, genauso wie die Schwarzäugigen Susannen. Die Löwenmäulchen wachsen wie immer langsam und die erst letzte Woche gesäten Sonnenblumen sind schon einige Zentimeter groß.
heute gesät: Einlege-Gurken und Kapuzinerkresse
noch auf der To-Sow-Liste für die nächsten Tage: Karotten und Ringelblumen
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